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[Stand 2003! Siehe f�r einen aktuellen Stand die Publikation zum Prince

[Stand 2003! Siehe f�r einen aktuellen Stand die Publikation zum Prince
de Conti beim Gebr�der Mann Verlag 2010:
http://www.reimer-mann-verlag.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=302604&verlag=3]



Expos� zum Promotionsvorhaben


Aristokratisches Sammeln im ausgehenden Ancien Regime
Zu den Sammlungen des Louis-Fran�ois de Bourbon Conti



















Fr�d�ric Bu�mann

Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Vorstellung des Themas und der Fragestellungen
Louis-Fran�ois de Bourbon, prince de Conti
Der Temple in Paris
Die Sammlungen
Der Vergleich mit den Sammlungen Cond� und d'Orl�ans

Forschungsstand








Einleitung


�Mon cousin, l'avocat� nannte Ludwig XV. seinen Cousin Louis-Fran�ois de
Bourbon, Prince de Conti nicht ohne Ironie. Als Prinz von Gebl�t vertrat er
die Werte und Vorstellung des franz�sischen Hochadels par excellence. Als
talentierter und ehrgeiziger Mann versuchte er, sich auf allen Gebieten mit
dem K�nig zu messen. Von seinen Zeitgenossen als �stolz, liebensw�rdig,
ambitioniert� und gleichzeitig als �Frondeur, ein Gourmand, faul, nobel und
liederlich� (Ligne 1990, S. 479) charakterisiert, verk�rperte Conti wie kein
zweiter die Paradoxien der Aristokratie im ausgehenden Ancien R�gime.
Ehrgeizig und machthungrig, suchte er die st�ndige Konfrontation mit Ludwig
XV.
Sein Engagement auf Seiten des Parlaments gegen die absolute Macht
des K�nigs ging einher mit einem ausgepr�gten Interesse f�r die Kunst und
Wissenschaft: Der Prinz baute in den 1760er und 1770er Jahren eine der
umfangreichsten Kunst- und Kuriosit�tensammlung seiner Zeit auf, die den
Anspr�chen eines heutigen Museums entsprochen h�tte. Die �ber Tausend
Gem�lde, Zeichnungen und Skulpturen umfa�ten die wichtigsten italienischen,
franz�sischen und nordischen K�nstler vom 16. bis 18. Jahrhundert. Unz�hlige
nat�rliche und technische Objekte vereinten die Kulturtechniken der Zeit mit
dem Wissensdurst eines Mannes der Aufkl�rung.
Das Promotionsvorhaben wird einen Beitrag zur Geschmackskultur der
franz�sischen Eliten leisten. Dabei werden die Genese der Sammlung, ihre
Aufbau und ihre Zusammenstellung analysiert; weiterhin werden die H�ngung der
Gem�lde, die Aufstellung der Objekte und die Rezeption untersucht;
abschlie�end wird ihre Aufl�sung im Zusammenhang mit dem Pariser Kunstmarkt
erforscht und ihre Stellung in der franz�sischen Sammlungsgeschichte
diskutiert. Die Untersuchung des bisher nur wenig erfoschten Cabinet du
Temple ist f�r die Kulturgeschichte der Pariser Hocharistokratie im
ausgehenden Ancien Regime von hoher Bedeutung. Die Kultur eines ber�hmten
prince frondeur wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit untersucht werden.
Aspekte der Pariser Sta dtgeschichte sind f�r das Verst�ndnis der
Entstehungsbedingungen der Sammlungen ebenso elementar wie der sozio
-politische Hintergrund des Sammlers. Abschlie�end wird die Identifikation
eines Teils der Gem�ldesammlung und ihre Pr�sentation durch eine
datenbankbasiertes Internetportal eine wichtige Informationsquelle f�r die
Provenienzgeschichte europ�ischer Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts bieten.



Vorstellung des Themas und der Fragestellungen

Die Dissertation gliedert sich in vier Teile: Der erste Teil stellt den
Sammler in seiner Zeit vor; der zweite Teil rekonstruiert die topografischen
und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Sammlungen; der dritte Abschnitt
analysiert die Kollektionen selbst; und das vierte Kapitel bettet sie in den
sammlungshistorischen Kontext durch einen Vergleich mit den Sammlungen Cond�
und d'Orl�ans ein.


Louis-Fran�ois de Bourbon, prince de Conti

Louis-Fran�ois de Bourbon geh�rte dem Haus Conti an, dem dritten Zweig der
Bourbonen. Wie seine Cousins aus dem Haus Cond� und d'Orl�ans, war auch der
Prince de Conti ein engagierter K�mpfer f�r die Sache der Aristokratie gegen
eine zu starke Stellung des K�nigs. Er sollte in ihren Augen nur ein primus
inter pares sein, der den Gro�en des Landes Mitsprache im Regierungsgesch�ft
geben sollte. In der Vorstellung von Teilen der Hocharistokratie h�tten die
Parlamente als souver�ne Gerichtsh�fe die k�niglichen Entscheidungen zu
kontrollieren. Die Konflikte zwischen K�nig, Aristokratie und Parlamenten
waren angelegt mit dem Aufstieg des Monarchen zum absoluten Herrscher. Die
seit dem Scheitern der fronde princi�re und der fronde parlementaire im 17.
Jahrhundert geschw�chte Aristokratie gewann in der Folge der Regence an neuem
Selbstbewu�tsein. Besonders nach dem Tod des regierenden Kardinals Fleury
1743 hatte Ludwig XV. Schwierigkeiten, die princes frondeurs und das sich auf
die lois fondamentales des K�nigreiches berufenden Parlamente zu z�geln. Der
Prince de Conti geh�rte als Pair dem Parlament von Paris an. Bis zum Jahr
1756 besa� Conti das Vertrauen sowohl des K�nigs als auch des Parlaments, so
da� er zwischen den beiden Konfliktparteien vermitteln konnte. Nach seinem
endg�ltigen Bruch mit Ludwig XV. zu Beginn des Siebenj�hrigen Krieges wurde
er einer der einflu�reichsten Opponenten des Monarchen.
Bis in die 1740er Jahre k�mpfte der junge Prinz als gefeierter
Kriegsheld auf den Schlachtfeldern Europas. Jung, ehrgeizig und talentiert
suchte er nach dem Ausscheiden aus der Armee nach neuen Aufgaben, die seinen
Ambitionen entsprachen. Ludwig XV. sch�tzte seinen Cousin wegen seiner
F�higkeiten und f�rchtete ihn ob seines politischen Ehrgeizes. Wie bereits
f�r Contis Gro�vater Fran�ois - Louis de Bourbon, der von Ludwig XIV. als
politische Bedrohung empfunden wurde, sollten Contis Ambitionen mit dem
polnischen Thron befriedigt werden. Um die Wahl zum K�nig in der Nachfolge
August III. zu sichern, installierte Ludwig XV. Ende der 1740er Jahre ein
geheimes Informantennetzwerk parallel zum regul�ren diplomatischen Dienst.
Der secret du roi unter Contis Leitung war ein europaweites Spionagesystem,
das zum Ziel hatte, den Prinzen bei den europ�ischen M�chten und in Polen als
neuen K�nig durchzusetzen. Die besondere Stellung am Hofe als enger
Vertrauter des Monarchen und ministre sans portefeuille zog Conti die
Gegnerschaft Madame de Pompadours zu. Die zu ihrem Kreis geh�renden M�nner
wie der Kardinal de Bernis betrieben eine Politik, die den Interessen Contis
entgegengesetzt war. Durch geschickte Intrigen der Pompadour wurde der Prinz
aus den Verhandlungen im Vorfeld Umkehrung der Allianzen herausgehalten. Der
K�nig wu�te um die Ablehnung dieser Politik durch seinen Cousin und beriet
sich nicht weiter mit ihm. Die Vorenthaltung hoher milit�rischer Aufgaben zu
Beginn des Siebenj�hrigen Krieges f�hrte 1756 zum endg�ltigen Bruch zwischen
Conti und Ludwig XV.
Conti verlie� daraufhin Versailles und f�hrte fortan das Leben eines
rebellischen Aristokraten in Paris. Louis-Fran�ois de Bourbon galt als einer
der brillantesten K�pfe der parlamentarischen Opposition zu Ludwig XV. Anders
als die meisten seiner Cousins von Gebl�t war er bekannt f�r seine
��loquence m�le et persuasive� (Capon 1907, S. 164). Seine gewandte Rede
erg�nzte er durch aus gezeichnete juristische und politische Kenntnisse. In
seiner politischen Aktivit�t unterstreichte er immer die Notwendigkeit des
Machtausgleichs zwischen K�nig, Adel und Parlament. Er suchte jede
Gelegenheit, um gegen die Monarchie zu agitieren. Zum Beispiel spielte die
Protektion der Jansenisten um Adriaen Le Paige eine ebenso wichtige
oppositionelle Rolle wie der Aufbau einer gemeinsamen Front der Prinzen von
Gebl�t gegen den K�nig nach der Exilierung und der Aufl�sung des Parlaments
1770 durch Maupeou. Auch nach der Wiedereinsetzung des alten Parlaments
durch Ludwig XVI. 1774 kritisierte er die neue k�nigliche Politik � dieses
mal gegen die Physiokraten um Turgot. Aus seinem Mini -Versailles im Temple
suchte Conti in den 1760er und 1770er Jahren jede M�gli chkeit, die
k�nigliche Autorit�t zu schw�chen.


Exkurs: Jansenisten

Am Beispiel des Jansenismus lassen sich die verschiedenen Akteure der
politischen B�hne Frankreichs gut erkennen: Der im 17. Jahrhundert
entstandene theologische Konflikt zwischen Jansenisten und ultramontanen
Geistlichen entwickelte sich im 18. Jahrhundert zunehmend zu einem
politischen Konflikt zwischen Parlament und K�nig. Der Papst Clemens XI.
versuchte, die als H�retiker verunglimpften Jansenisten 1713 mit der Bulle
Unigenitus zur Absage ihres Glaubens zu zwingen: Alle, die ein Bekenntnis
gegen die jansenistischen Lehren nicht unterschrieben, sollten aus der
katholischen Kirche ausgeschlossen werden. 1730 wird die Bulle ohne
Best�tigung des Parlaments als Gesetz registriert. Das Parlament von Paris
sah dies als einen Eingriff in die nationalen Angelegenheiten und als
Einschr�nkung gallikanischer Kirchenpolitik an. Es verurteilte in einer
remontrance diese Kirchenpraxis. Der K�nig wiederum, der eine Gelegenheit
gekommen sah, das Parlament in seine Schranken zu weisen, stellte sich auf
die Seiten der Anh�nger der p�pstlichen Politik. Dieser Konflikt schaukelte
sich bis zu einem ersten H�hepunkt 1754 hoch, als der K�nig das Parlament
exilierte. In diesem Augenblick kann der Prince de Conti zwischen den beiden
Parteien vermitteln und einen Kompromi� aushandeln. Als prince du sang und
pair de France mit exzellenten juristischen und rhetorischen F�higkeiten
nimmt er bis 1756 eine zentrale Stellung als �powerbroker� (Woodbridge 1995,
S. 24) im Machtgef�ge des Reiches ein.

Diese Stellung Contis zwischen den verschiedenen Konfliktparteien
wird in dem Promotionsvorhaben analysiert: Wie setzte sich das politische
System Frankreichs in der zweiten H�lfte des 18. Jahrhunderts zusammen?
Welche Rolle spielten die Prinzen von Gebl�t in der franz�sischen
Gesellschaft? Welche Konflikte f�hrten zu seiner Instabilit�t? Wie und mit
wem bewegte sich Conti durch die Instanzen der politischen Einflu�nahme?
Welche Interessen verfolgte er mi t seinem Engagement?


Der Temple in Paris

1749 wurde Louis-Fran�ois de Bourbon zum Gro�prior des Malteserordens mit
Prioratssitz im Bezirk des Temple in Paris gew�hlt. Verbunden mit dem Amt
waren neben einem j�hrlichen Einkommen von 40.000 Livres die Souver�nit�t in
den Ordensgebieten der commanderie de France und die Nutzung des Palastes im
Enclos du Temple. Der Gro�prior Conti interessierte sich bis 1756 eher
sporadisch f�r sein Amt. Nach dem Bruch mit dem K�nig und dem Auszug vom Hof
bot der Temple ihm den Rahmen f�r sein neues Leben als adeliger
Oppositioneller. Der Bezirk des Ordens in Paris, der enclos du Temple, befand
sich im Nordosten des Marais. Der durch eine Mauer vom Rest der Stadt
abgegrenzte Distrikt entwickelte sich vor allem w�hrend des 17. und 18.
Jahrhunderts durch den Bau von h�tels particuliers, Stra�en und
Gewerbefl�chen, die neben den Ordensgeb�uden zu einer Stadt in der Stadt
heranwuchsen.[1] Die aus dem Mittelalter stammenden Privilegien wie zum
Beispiel die Zunftfreiheit und das Kirchenasyl zogen Menschen aus
unterschiedlichsten Schichten in den Temple: Neben den Ordensbr�dern
bewohnten freie H�ndler, Gewerbetreibende, Adelige und B�rger, die Schutz vor
der k�niglichen Polizei suchten, die etwa 125 Hektar an der Rue du Temple. Es
entstand eine sehr heterogene Gesellschaft verschiedener sozialer Schichten,
die unabh�ngig voneinander ihr Leben dort f�hrten. Der Temple hatte keinen
besonders guten Ruf in Paris: In den Augen der Pariser Bev�lkerung gab die
Mischung aus Halbkriminellen, Gesch�ftemachern und vergn�gungss�chtigen
Adeligen dem eigentlich religi�sen Bezirk einen s�ndigen Anstrich. Besonders
der Gro�prior Jean-Philippe d'Orl�ans feierte ausschweifende Abende, die das
libert�re Ansehen des Temple festigten. Obwohl Contis Reputation als
Frauenheld und Freidenker gut in diese Tradition pa�ten, erarbeitete er sich
einen guten Ruf beim Orden in Malta. Er zeichnete sich durch eine
gewissenhafte Erf�llung seiner Aufgaben aus und betrieb in Zusammenarbeit mit
dem Orden die Weiterentwicklung der zum Teil noch brach liegenden Fl�chen im
Bezirk. Neue Stra�en wurden angelegt und H�user gebaut. Sie wurden
gewinnbringend an Schuldner und Adelige vermietet. In diesem Punkt bewies
der neue Gro�prior wirtschaftliche Einsicht, die er bei seinen anderen
Besitzungen vermissen lie�. Denn anders als die englische Aristokratie zeigte
sich der zweite Stand in Frankreich oft wirtschaft lich r�ckst�ndig: Nur
wenige Adelige investierten in neue Wirtschaftszweige oder in den Handel.
Viele lebten von den �berkommenen feudalen Wirtschaftsverh�ltnissen und von
dem Einkommen, das sie auf Grund ihrer Funktionen vom Staat erhielten. Im
Rahmen seines st�dtebaulichen Engagements im Temple begann Conti ab Mitte der
1750er Jahre, den Palais du Grand Prieur behutsam zu renovieren und zu
vergr��ern. Ab 1757 bewohnte er den Palast regelm��ig neben seinem Schlo� in
Isle-Adam. Zusammen mit seiner Maitresse, der Comtesse de Boufflers luden sie
Montags zu einem der wichtigsten Salons der Zeit ein. �Les deux plus grands
salons de Paris �taient deux petits cours�, schreiben die Br�der Goncourt
�ber die Pariser Salons des 18. Jahrhunderts, �le Palais-Royal et le
Temple.� (Goncourt 1982, S. 78) In der Tat: Der Prince de Conti versammelte
um sich herum einen kleinen Hof, zu dem Teile der franz�sischen
Hocharistokratie wie die Rohan-Chabots und Luxembourgs Zugang hatten. Dieser
Hof wurde unterhalten durch Schauspieler und ein eigenes Orchester, das sich
in Paris einer gewissen Ber�hmtheit erfreute. Ebenso wurden Schriftsteller
und Komponisten wie Beaumarchais eingeladen, der von Conti protegiert wurde.
Conti bot in Ungnade gefallenen philosophes vor�bergehend Schutz. Die cour du
Temple schm�ckte sich mit Philosophen wie Rousseau, obwohl ihre Angeh�rigen
in politischen Dingen weitgehend kontr�r zu seinen egalit�ren Ideen standen.
Sie bildeten eine f�r die Zeit nicht untypische Mischung aus Freigeistigkeit,
Aufgeschlossenheit gegen�ber dem Wissensfortschritt, Interesse an Kunst und
Philosophie bei gleichzeitiger Verteidigung ihrer Standesprivilegien und
einem feudal -reaktion�rem Engagement. Die Freude am Sinnlichen leitete den
Salon: er war libert�r, aber nicht liberal. Dies galt in minderem Ma�e f�r
die Comtesse de Boufflers, die in England liberale Ideen sch�tzen gelernt
hatte. Ihr Englischer Garten � Ausdruck ihrer Anglophilie � war in Paris
ber�hmt. Sie lud David Hume und Horace Walpole, die sie beide in London
kennengelernt hatte, in den Salon du Temple. Die Comtesse spielte eine
zentrale Rolle in der Gesellschaft des Temple und hielt europaweite Kontakte
wie zum Beispiel mit Gustav III. von Schweden. Der Salon der �divinit�s du
Temple�, wie die Marquise de Deffand den Prince de Conti und die Comtesse de
Boufflers in einem Brief an Walpole ironisch nannte (Deffand 1865, S. 412),
war ein mond�ner Abend, in dem die Hocharistokratie in Kontakt mit
Intellektuellen und K�nstlern kommen konnte.



Die Sammlungen

Von zentraler Bedeutung f�r dieses Gesellschaftsleben war die angemessene
Ausstattung des Palais. Die Innendekoration wurde von Gilles Oppenordt f�r
Contis Vorg�nger ausgef�hrt und von Conti �bernommen. Es ist nicht bekannt,
ob der Prinz K�nstler zur Einrichtung des Palastes einlud. Doch beherbergte
er eine Kunstsammlung, der in Paris zu der Zeit nicht viele ebenb�rtig waren.
Anders als die vom sozialen Rang her vergleichbaren Sammlungen der H�user
Cond� oder d'Orl�ans konnte Conti nicht auf eine l�ngere Sammlertradition in
seiner Familie zur�ckgreifen. Die Cond� besa�en in Chantilly eine
bedeutendere Kunstsammlung, die auch auf die m�zenatischen T�tigkeiten des
Hauses im 17. Jahrhundert gr�ndete. Das Haus d'Orl�ans besa� seit den K�ufen
des Regenten die wichtigste Sammlung nach dem K�nig in Frankreich. In Contis
Augen mu�te auch sein Hof mit einer umfangreichen Sammlung gekr�nt werden.
Die Contis besa�en zwar einige Kunstwerke in ihrem Familienbesitz, doch
entsprach ihre Bedeutung nicht dem der anderen beiden Prinzenh�user. Die
bildende Kunst spielte in den vorhergehenden Generationen Contis keine gro�e
Rolle. Louis-Fran�ois de Bourbon ma� einer Kunstsammlung anders als seine
Vorfahren eine gro�e Bedeutung zu, denn er verwendete in den letzten f�nfzehn
Jahren seines Lebens enorme Geldbetr�ge f�r den Aufbau der umfangreichen
Sammlung. Er hinterlie� seinem Sohn derma�en hohe Schulden, da� dieser
gezwungen war, nicht nur die Sammlungen, sondern auch einen Gro�teil der
Immobilien zu verkaufen.


Kultureller Hintergrund und Kunsthandel

Vor der Sammlungsanalyse soll hier kurz der sammlungs - und
ideengeschichtliche Kontext vorgestellt werden: Nach dem Tod Ludwigs XIV.
l�ste sich die franz�sische Gesellschaft von den starren Konventionen des
Hofes. Mit der Regence gewann Paris wieder an kultureller Bedeutung, da der
Schwerpunkt des gesellschaftlichen Lebens sich nicht mehr ausschlie�lich am
Hofe abspielte. Der Aufstieg der Salons ist ein sprechendes Beispiel dieser
Entwicklung. Das Private und Galante traten i n der bildenden Kunst zum Ende
der Regierungszeit Ludwigs XIV. an die Stelle der mythologischen und
historischen Themen. In den H�tels particuliers begannen B�rgerliche und
Adelige, ein reges gesellschaftliches Leben zu f�hren. Kunstsammlungen wurden
aufgebaut, die den sozialen und topografischen Gegebenheiten entsprachen.
Durch die Ver�nderung der wirtschaftlichen Verh�ltnisse zugunsten des
B�rgertums �nderten sich in Folge der sozialen auch die kulturellen
Differenzen zwischen den St�nden. Reiches B�rgertum, Finanzadel und
wohlhabende Hocharistokratie n�herten sich w�hrend des 18. Jahrhunderts in
ihrer Geschmackskultur an. Die Eliten folgten in ihrem Kunstgeschmack
�hnlichen Vorstellungen, die weniger ausschlie�lich durch die k�nigliche
Akademie geformt wu rden, sondern sich verschiedener Quellen bediente. Die
Entstehung des Kunstkritikers ist ein Ph�nomen, das zum Ende der ersten
H�lfte des 18. Jahrhunderts zu beobachten ist. Die Salonkritiken Diderots
sind ein bekanntes Beispiel daf�r. Mit dem Anstieg der Kunstsammlungen w�chst
auch die Bedeutung der Kunsth�ndler. Ihre Rolle wandelte sich vom reinen
Kunstvermittler zum Kunstexperten. Die Verkaufskataloge ab den 1740er Jahren
weisen einen sich immer mehr differenzierenden Grad an Systematik,
Zuschreibung und Beurteilung der Werke auf. Die Pariser H�ndler Gersaint und
dann Mariette werden als neue Experten-H�ndler genannt, es folgen ihnen Remy,
Boileau, Bassan, Paillet, Lebrun und andere � H�ndler, die auch f�r Conti
aktiv waren. Die Frage der Autorschaft wird wichtiger mit zunehmender
Bedeutung des Begriffs des Originals. Vor dem Hintergrund des Streits
zwischen den anciens und den modernes steht die Differenzierung von mani�re
und pens�e, wie Roger de Piles es bezeichnet: �Un habile homme peut
facilement communiquer la mani�re dont il ex�cute ses Desseins, mais non pas
la finesse de ses pens�es.� (De Piles 1715, S. 96) Die ,Handschrift' eines
K�nstler gewinnt an Interesse f�r die Sammler, sein Stil wird als Kriterium
ebenso wichtig wie das Sujet. Parallel dazu gewinnt die Differenzierung
zwischen amateur, curieux und connaisseur an Bedeutung. Die H�ndler nehmen
als connaisseurs eine wichtige Rolle in der Beurteilung eines Kunstwerkes ein
und beraten die amateurs in ihren Kaufentscheidungen. Der internationale
Kunsthandel europ�ischer St�dte mit den Haupthandelsorten Antwerpen,
Amsterdam, Paris und London f�hrt zu einem immer �fteren Wechsel der Besitzer
von Bildern aus allen Teilen Europas. In diesem Zusammenhang steigt die Be
deutung der Vorbesitzer: In den zeitgen�ssischen Verkaufskatalogen wird mehr
und mehr Wert auf die Provenienz der Bilder gelegt: Der Rang der Sammlung
sollte f�r die Qualit�t des Bildes b�rgen.
Der Kunstmarkt bestimmte nat�rlich auch die Zusammenstellung einer
Sammlung. Der rege Austausch der H�ndler mit den Niederlanden und die hohe
Bildproduktion holl�ndischer und fl�mischer K�nstler versorgte den Markt in
Paris mit einer hohen Anzahl nordischer Bilder. Neben �sthetischen und
sozio-kulturellen Gr�nden wurden fl�mische und holl�ndische auch aus
marktwirtschaftlichen Gr�nden w�hrend des 18. Jahrhunderts viel gekauft.
Umgekehrt wurden bekannte italienische Maler auch aus Angst vor dem Erwerb
einer Kopie ihres Bildes weniger gesucht. Die Entwicklung �sthetisc her
Kategorien bildet den Hintergrund der Darlegung der Sammlungsgeschichte im
18. Jahrhundert, die in der Dissertation n�her erl�utert werden mu�. Wie
entwickelte sich die Kultur im 18. Jahrhundert, welche �sthetischen
Kategorien wurden entwickelt und wer propagierte sie? Wie �nderte sich die
Rolle der Kunsth�ndler und welchen Einflu� hatten sie als Experten auf die
Sammler? Wie sah der Kunstmarkt zu der Zeit aus, was konnte zu welchen
Preisen gekauft werden und welche Bedeutung hatte dies f�r die
Zusammenstellung einer Sammlung? Diese Fragen sind von wesentlicher Bedeutung
auch f�r die Sammelaktivit�t des Prinzen. Obwohl er seinen Zeitgenossen zu
Folge ein sehr gebildeter und kultivierter Mann war, ist davon auszugehen,
da� auch er sich von seinen H�ndlern hat beraten lassen. Conti wurde je nach
Sympathie als ein amateur bezeichnet, der unreflektiert alles kaufte, was ein
H�ndler ihm anbot, oder als ein connaisseur, der sich bewu�t um bestimmte
Bilder bem�hte. Die leider nicht sehr umfangreichen Briefe der H�ndler an den
Prinzen, die sich in der Biblioth�que Nationale (BN, Dep. man., naf. 5013)
befinde, versprechen die M�glichkeit einer detaillierteren Untersuchung der
oben genannten Aspekte.


Analyse der Sammlung

Die genaue Zusammensetzung der Gem�ldesammlung soll nach K�nstler, Epochen
und Sujets in der Dissertation erfa�t werden. Laut Verkaufskatalog aus dem
Jahr 1777 umfa�te die Gem�ldesammlung etwa 300 Italiener, 200 Flamen, 200
Holl�nder und �ber 300 Franzosen, den �traditional groupings in French
collections of the period� (Bailey 1987, S. 435). Die von Remy aufgef�hrten
K�nstler lesen sich wie ein ,Who is Who' der Kunstgeschichte des 16. bis 18.
Jahrhunderts: Tizian, Tintoretto, Correggio, Veronese, Leonardo, Raffael,
Guido Reni, Caravaggio, den Carracci, Pietro da Cortona, Guercino, Velazquez,
Murillo, Boucher, Bourdon, Chardin, Coypel, Fragonard, Greuze, Jouvenet, Le
Brun, Le Lorrain, die Br�der Le Nain, Le Sueur, die Familie van Loo, Natoire,
Nattier, Poussin, Vernet, Vouet, Watteau, Pieter Brueghel d.J., Gerard Dou,
van Dyck, Jordaens, Metsu, Adriaen und Isack van Ostade, Paulus Potter,
Rembrandt, Rubens, Ruisdael, Teniers, Albrecht D�rer. Zweifel an der
Zuschreibung der Bilder durch den H�ndler sind berechtigt. Die genaue
�berpr�fung der Zuschreibungen mu� f�r den gr��tm�glichen Teil der Bilder in
der Dissertation erfolgen. Die Gem�lde sind heute �ber die gesamte Erde
verstreut: Vom Louvre in Paris, verschiedenen Museen in Versailles, Tours,
Angers, Caen und Bordeaux �ber National Gallery und die Wallace Collection in
London, dem Rijksmuseum in Amsterdam, die Heremitage in St. Petersburg zu
Museen in Boston, Los Angeles und Washington reicht die Liste der heutigen
Sammlungen, die Bilder aus der Provenienz Contis besitzen. Die Identifikation
einzelner Bilder erfolgt anhand der Provenienzgeschichte heutiger
Sammlungsbest�nde und mit Hilfe von aktuellen Werkverzeichnissen.


Erg�nzt wird die Rekonstitution durch die Zeichnungen Gabriel de Saint
-Aubins im Exemplar des Verkaufskatalogs 1777 in der Biblioth�que Nationale.
Der Besitzverlauf der Bilder wird anhand der Durchsicht weiterer
Verkaufskataloge aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert nachvollzogen. Eine
nach dem Vorbild des Getty Provenance Indexes (http://piweb.getty.edu/) im
Internet ver�ffentlichte Datenbank (http://conti.brainsuckers.net) erm�glicht
eine weltweite Recherche der rekonstitutierten Sammlung samt Abbildungen und
Zusatzinformationen sowie der Verkaufskataloge 1777 und 1779.[2]
Aber auch wenn die Autorschaft nicht genau ermittelt werden kann,
l��t sich die Sammlung in ihrer Grundstruktur untersuchen. Das Gewicht der
verschiedenen Schulen, der Sujets, der Gr��e u nd der Technik geben Aufschlu�
�ber die Geschmacksvorstellungen des Prinzen. Vergleicht man die
Zusammensetzung mit zeitgen�ssischen Sammlungen, ist auffallend, da� Conti
zum Beispiel verh�ltnism��ig viele Italiener besa�. Obwohl die nordische
Schule zahlenm��ig �berwog, stammte ein Bild von vier aus einer italienischen
Werkstatt. Remy sagt im Vorwort zum Katalog, da� Contis Sammlung
italienischer Bilder die wichtigste nach der des Prince de Carignan war, die
1743 verkauft wurde. Wieso waren die Italiener verh�ltnism��ig stark
vertreten? War dies eine bewu�te Kaufentscheidung gegen die nordische Mode?
Gab es K�nstler bei Conti, die zu der Zeit nur selten gekauft wurden, oder
folgte er den Vorstellungen seiner Zeit, der communaut� de go�t? Welche
anderen Schwerpunkte gab es in seiner Sammlung? Da� Conti zum Beispiel auch
Bilder von Greuze besa�, unterschied ihn von anderen aristokratischen
Sammlern. Auf der anderen Seite f�llt auf, da� er in der Wahl seiner Sujets
einen Hang zum Galanten und Lieblichen hatte, geschmacklich ganz ein Mann der
Regence war. Sein Sammlungsverhalten ist immer auch vor dem Hintergrund der
Konkurrenz mit dem K�nig zu sehen. Verstand sich Conti als M�zen, der nicht
nur Diderot den Dienst eines Sekret�rs bezahlte, sondern auch durch Auftr�ge
und Ank�ufe junge K�nstler f�rderte? Lassen sich hier Parallelen zur
Kunstf�rderung durch die k�niglichen Bauintendanten sehen? Kann die These
Colin Baileys (Bailey 2002) best�tigt werden, da� in der zweiten H�lfte des
18. Jahrhunderts die Sammler sic h aus nationalen Gr�nden den franz�sischen
K�nstlern zuwenden? Die Analyse der Sammlung wird ein zentraler Punkt im
Promotionsvorhaben sein. Ihr Ergebnis wird wesentliche Aussagen �ber die
Geschmackswelt Contis erlauben.
Aber Conti konzentrierte sich nicht nur auf Gem�lde. Der
Verkaufskatalog 1777 weist Vorzeichnungen, Gouachen, Zeichnungen, Miniaturen,
Bozzetti, Skulpturen, antike und moderne Medaillen, B�sten, Basreliefs,
Chinoiserien, Kunstwerke aus Indien und den t�rkischen Gebieten, Uhren,
Musikinstrumente nach. Das gesamte Spektrum der Kulturtechniken war im Palais
du Temple vertreten. B�cher verschiedenster Themengebiete geh�rten ebenso zu
seinem Gelehrtenkosmos wie Musiknoten, die er unter anderem von Rousseau
kopieren lie�. Der Umfang der Techniken, Themen, Disziplinen und die
Bandbreite seiner Interessen machten die Collection Conti zu einer
au�ergew�hnlichen Zusammenstellung menschlichen Schaffens. Es ist nicht
m�glich, diese Kombination in allen Facetten in realiter zu rekonstituieren,
doch soll dieser Kulturkosmos im Temple weitestgehend nachvollziehbar gemacht
und im Verh�ltnis zur Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts betrachtet
werden.
Die Beschr�nkung des Promotionsvorhaben auf die Gem�lde,
Zeichnungen und Skulpturen hie�e die Au�ergew�hnlichkeit der Sammlungen
Contis zu ignorieren. Der Prinz war ein Mann der Aufkl�rung in bezug auf
seine weitreichenden Interessen: Einem Universalgelehrten gleich forschte
Conti in einem eigenen chemischen Labor, das er nach seinem Einzug in den
Temple speziel l anbauen lie�. Er praktiziert medizinische Eingriffe und
studiert wissenschaftliche Abhandlungen �ber die Physik, Botanik und
Meereskunde. In Erg�nzung zu den verschiedenen Wissensgebieten sammelte er
die entsprechenden Objekte in einem Kuriosit�tenkabinett, das dieser
Bezeichnung aus dem 16. Jahrhundert alle Ehre machte. Die Papiere Contis in
der Biblioth�que Nationale (BN, Dep. man., naf. 5013) weisen K�ufe unter
anderen von Muscheln, Korallen, botanischen Objekten, Steinen, Metallminen
und mehr auf. Pierre Remys Description sommaire du cabinet de Feu S.A.S.
Monseigneur le Prince de Conti vom Fr�hjahr 1777 wirbt f�r die Sammlung unter
anderem mit Gold- und Silberminen, Fischen, Schmetterlingen, physikalischen,
astronomischen, mechanischen und optischen Instrumenten. Die Verbindung von
k�nstlerischen und wissenschaftlichen Objekten im Palais du Temple war
Ausdruck der Aufgeschlossenheit und der Wi�begierde des Prinzen.



Pr�sentation und Rezeption

Ein wichtiger Punkt der Sammlungsgeschichte ist neben der Zusammensetzung der
Sammlung die Pr�sentation der verschiedenen Objekte. Conti stellte in den
repr�sentativen R�umen im Erdgescho� die wichtigsten franz�sischen und
italienischen Bilder aus, in den kleineren R�umen die oft kleineren
niederl�ndischen Maler. Wie es zu der Zeit noch �blich war, waren die Gr��e
und die passenden Sujets bestimmende Kriterien. Er wendet aber auch
protowissenschaftliche Systematiken wie die Trennung nach Schulen und Epochen
an. M�gliche Systematiken sind vor dem Hintergrund der Diskussionen um die
Errichtung von Museen in Europa in der zweiten H�lfte des 18. Jahrhunderts zu
sehen. Die Topographie der H�ngung im Temple ist ein wichtiger Bestandteil
zum Verst�ndnis der Sammlung, da sie Ausdruck sowohl eines systematischen
Verst�ndnisses der Kunst sein kann wie auch �sthetische Kategorien
widerspiegelt. Die repr�sentative Funktion der Kunst ist f�r die Analyse
geschmackshistorischer Vorstellungen ebenfalls von gro�er Bedeutung. Im
Palais du Temple standen sich Kunst und Wissenschaft gegen�ber. Wie weit l��t
sich die Kombination der verschiedenen Objekte rekonstruieren? Welche
Systematik steckte hinter der H�ngung der Bilder? Haben wir es bereits mit
einer museums�hnlichen Pr�sentation zu tun? In welchem Verh�ltnis stehen die
Schulen, Sujets und Techniken zueinander? L��t sich die Funktion der
Sammlungen im gesellschaftlichen Leben des Temple anhand der H�ngung
ermitteln? Eine wichtige Grundlage der Rekonstruktion der H�ngung ist d er
Inventaire apr�s d�c�s von 1776 (AN X1A 9179). In diesem Inventar werden Raum
f�r Raum des Temple von Gerichtsvollziehern zusammenfassend protokolliert,
leider ohne die Objekte im Detail zu benennen. Es erm�glicht dennoch eine
allgemeine Zuordnung der Objekte zu den R�umen.
Im Zusammenhang mit der Pr�sentation der Sammlungen ist deren
Zug�nglichkeit und Rezeption zu betrachten. Der Palais du Temple war nur
einem kleinen aristokratischen Kreis offen, das kunst- oder
kuriosit�teninteressierte Publikum konnte keinen Zutritt zu den R�umen eines
Prinzen von Gebl�t erhalten. Remy spricht im Vorwort des Katalogs 1777 diesen
Aspekt im Vergleich zu zwei anderen ber�hmten Sammler an. Er charakterisiert
den Zusammenhang zwischen der Zug�nglichkeit und der Rezeption einer
Sammlung, indem er drei verschiedene Grade von Offenheit des jeweiligen
collectionneur ausmacht: Dem ersten, verk�rpert durch Blondel de Cagny, sei
es eine Freude, die Kunstwerke mit allen Menschen zu teilen. Beim zweiten, in
der Person Randon de Boissets, sei es schon etwas schwieriger; er �ffne seine
Sammlung, die er wie ein Heiligtum sch�tze, nur einem ihm bekannten
Kunstkenner. Als drittes Beispiel nennt er den Typus eines Conti, der seine
Sammlung fast niemandem zeige. Der Umstand, da� Contis Sammlung einem breiten
Publikum verwehrt blieb, ist unter anderem f�r zwei Aspekte interessant: Zum
einen ist die Motivation zum Aufbau der Kollektion nicht im Rahmen eines
Prestigegewinns in der �ffentlichkeit zu sehen. Als Prinz von Gebl�t
entsprach dies nicht seinem Stand. Zum anderen erkl�rt es die fehlende bzw.
zumeist schlechte Rezeption der Sammlung. Eine genaue Analyse der
zeitgen�ssischen F�hrer von Paris mu� in bezug auf die Rezeption erfolgen.
Eine systematische Auswertung der Reiseberichte, Journale und Memoiren der
Zeit wird die Analyse unterst�tzen. Die allgemeine Tendenz zu einem negativen
Urteil �ber das Kabinett des Temple dauerte bis in das zwanzigste
Jahrhundert. Darin mag auch ein Grund f�r die mangelnde Aufmerksamkeit der
einschl�gigen Forschung bis heute liegen.



Aufl�sung der Sammlung und Verkaufskataloge

Der schlechte Ruf der Sammlung f�hrte nach dem Tod des Prinzen zu einem
Absatzproblem: Beim ersten Verkauf ab dem 8.4.1777 im Palais du Temple hatte
der leitende H�ndler Remy Schwierigkeiten, die Bilder zu versteigern und die
Preise zu halten. Der Kunstmarkt war seit einiger Zeit auf einem H�heflug:
Die Verk�ufe Randon de Boisset und Blondel de Cagnys erzielten nie gesehene
H�chstpreise. Der Ma rkt war durch diese beiden gro�en Verk�ufe saturiert,
die Preise gingen durch das �berangebot herunter. Hinzu kommt, da� im
Vorfeld des Verkaufs �ber die F�higkeiten Remys und den Wert der Bilder durch
andere H�ndler �ffentlich spekuliert wurde. Der Grund daf�r lag aber nicht in
der Sammlung selbst, von deren Gesamtheit auch die H�ndler sich wohl kein
Bild machen konnten, sondern in der Konkurrenz zwischen den H�ndlern. Das
f�hrte dazu, da� nur wenige private Sammler bei der Versteigerung anwesend
waren, und die meisten K�ufe von professionellen H�ndlern get�tigt wurden. Da
der Verkauf ein finanzieller Reinfall war und Teile der Sammlung nicht
verkauft werden konnten, wurde zwei Jahre sp�ter ein erneuter Verkauf der
Sammlung Conti von Boileau organisiert. Pr �ferenzen und Identifikation der
K�ufer m�ssen hier ebenso analysiert werden wie die Beeinflussung des Marktes
durch die H�ndler. Geh�rten wirklich alle Bilder auf dem Verkauf 1777 zur
Sammlung Conti? Oder wurden wie beim Verkauf eines Teiles der Sammlung des
Herzogs von Orl�ans in London Gem�lde anderer Provenienz hinzugef�gt, die
durch das Prestige des Sammlers aufgewertet werden sollten? Wer waren die
K�ufer, wieviel wurde f�r die Gem�lde bezahlt? Die Untersuchung der Papiere
Conti in der Biblioth�que Nationale erm�glicht es, den Ablauf der Verk�ufe in
Teilen zu rekonstruieren und die beteiligten Personen zu identifizieren. Die
Korrespondenz der H�ndler mit Contis Sohn Louis-Fran�ois-Joseph erlauben
einen guten Einblick in den Pariser Kunstmarkt am Vorabend der Franz�sischen
Revolution.
Die Verkaufskataloge 1777 und 1779 bilden heute die wichtigste
Grundlage f�r Kenntnisse �ber die Kunstwerke. Die Redaktion des ersten
Katalogs durch Remy erm�glicht �berhaupt erst eine genauere Analyse der
Zusammensetzung der Sammlung. Der Katalog hat in der Gesamtkonzeption eines
nach Schulen und dann chronologisch geordneten Verzeichnisses einen hohen
Grad an Systematik erlangt. In der Kombination mit einer Bildbeschreibung,
der Angabe der Technik und Ma�e, zum Teil auch der Provenienzgeschichte und
eines Kommentars n�hert sich der Katalog langsam wissenschaftlichen Standards
an. Die Einbettung des Katalogs in die Entwicklung sammlungstechnischer
Instrumentarien wird im Promotionsvorhaben abschlie�end geleistet.


Der Vergleich mit den Sammlungen Cond� und d'Orl�ans

Nach der zentralen Untersuchung der Sammlungen des Prinzen wird im vierten
und letzten Kapitel der Arbeit Conti mit zwei ebenb�rtigen Sammlern
verglichen: seine Cousins aus den H�usern Cond� und d'Orl�ans. Die drei
Prinzen von Gebl�t sind grunds�tzlich vergleichbar sowohl in ihrer
gesellschaftlichen Position, ihren Besitzungen, ihren politischen Ambitionen
als auch in ihrer Aktivit�t als Sammler. Im Unterschied zu Conti konnten
sowohl die Cond� als auch die d'Orl�ans auf eine l�ngere Tradition als
Sammler und Kunstf�rderer zur�ckblicken.
Der Palais-Royal beherbergte neben einem reichen gesellschaftlichen
Leben im 18. Jahrhundert auch die vom Regenten aufgebauten Sammlungen. In den
zeitgen�ssischen F�hrern wird sie als die bedeutendste Kunstsammlung nach der
des K�nigs genannt. Besonders der Kauf der Bilder Christina von Schwedens vom
Kardinal Odescalchi in Rom macht sie zu einer der wichtigsten Sammlungen
italienischer Kunst. Louis-Philippe d'Orl�ans l��t den Bestand 1788
inventarisieren, um die Bilder nach London verkaufen zu k�nnen: Von den
insgesamt 418 Gem�lden werden 295 zur italienischen, 147 zur nordischen und
36 zur franz�sischen Schule gerechnet. Verkauft wurde sie dann in mehreren Et
appen in Paris und in London nach der Hinrichtung des sp�teren Philippe
-Egalit� 1793. W�hrend des gesamten 18. Jahrhunderts war die Sammlung des
Herzogs von Orl�ans im Palais-Royal zu besuchen. Eine besondere Bedeutung
erlangte sie beim kunstinteressierten Publikum zus�tzlich durch zwei B�nde
h�chster Qualit�t, die als recueil die wichtigsten Bilder als Stiche
wiedergeben. Beteiligt sind an diesem vom Regenten initiierten Unternehmen
drei der f�r die Sammlungsgeschichte wichtigsten Personen des 18.
Jahrhunderts: Crozat, Mariette und Caylus. Die beiden Kunstb�cher �ber die
Sammlung im Palais - Royal wurde 1763 vom Kunsth�ndler Basan zum zweiten mal
herausgegeben, die auch Conti besa�. Die herzogliche Kollektion war f�r die
anderen Kunstsammler von prim�rer Bede utung. Es ist zu untersuchen, in wie
fern Conti sich am Herzog orientierte. War die Sammlung in Palais -Royal
vorbildlich f�r die Sammlung im Temple? Vieles spricht f�r eine N�he zum
Regenten: Der Prinz zeigte sich auch in der Innendekoration eher als ein Mann
der Regence, auffallend war ebenfalls der relativ hohe Anteil italienischer
Bilder in seiner Sammlung. Die Verbindung zur Regence existierte ebenfalls
auf politischem Gebiet, war es doch der Regent, der den Prinzen von Gebl�t
einen Teil ihrer Rechte zu r�ckgab.
Ein Vergleich der drei bedeutenden Sammlungen Cond�, d'Orl�ans und
Conti wurde bisher in der kunsthistorischen Forschung noch nicht vorgenommen.
Er erm�glicht neben der Einordnung in die Sammlungsgeschichte auch eine
Untersuchung zur Geschmackskultur der franz�sischen Eliten. Wo liegen die
,feinen Unterschiede' zu anderen Sammlungen? Gibt es spezifische Merkmale
ihrer Kultur, die sich aus ihrer besonderen Stellung im Verh�ltnis zum K�nig
erkl�ren lassen k�nnten? Oder finden die politischen �bereinstimmung
bestimmter b�rgerlicher und adeliger Schichten am Vorabend der Franz�sischen
Revolution auch ihre vollst�ndige Entsprechung in geschmacklicher Hinsicht?


Forschungsstand

Die Forschung zu den oppositionellen Str�mungen am Vorabend der Revolution
konzentrierten sich bis in die 1980er Jahre vor allem auf die
wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenh�nge.[3] Die herausragende
Stellung der Sozialgeschichte in der franz�sischen Forschung lie� kultur -
und ideengeschichtlichen Ans�tzen weniger Platz als im angels�chsischen Raum.
Von dort kamen ab dem Ende der 1970er Jahren wichtige kulturhistorische
Impulse die auch in Europa in verschiedenen Disziplinen wieder aufgegriffen
wurden.[4] Die historische Forschung zum ausgehenden Ancien R�gime erhielt
vor allem um die Zweihundert-Jahr-Feier der Franz�sischen Revolution erneuten
Auftrieb: Neben der Revision marxistischer Interpretation,5 geriet w�hrend
der letzten zwanzig Jahre auch die religi�sen Ursachen f�r die Wandlungen im
politischen Gef�ge Frankreichs am Vorabend der Revolution in das Blickfeld
vor allem franz�sischer und amerikanischer Forscher.[6] Neuere
Forschungsbeitr�ge zu den Parlamenten und den Konflikten mit dem K�nig sind
in den 1990er Jahren aus dem angels�chsischen Raum erschienen.[7]
Neben einer Vielzahl unwissenschaftlicher Ver�ffentlichungen zum
Templer- und Malteserorden erschien 1997 ein DEA von Laurence Moulun an der
Universit�t Paris IV, die bisher unver�ffentlicht blieb. Grundlegend bleibt
bis heute die Publikation Henri de Curzons �ber die Maison du Temple, die
Ende des 1888 erschien.
Die Geschichte der curieux ist in Frankreich vor allem in der
zweiten H�lfte des neunzehnten Jahrhunderts � eher anekdotisch � bearbeitet
worden.[8] Nach einer l�ngeren Zeit des Desinteresses wurde der Themenbereich
Sammlungsgeschichte vor allem vor einem kulturhistorischen Hintergrund seit
den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts analysiert.[9] Krzysztof
Pomians Arbeiten leisteten hier einen besonders wichtigen Beitrag. Die
Professoren Antoine Schnapper an der Universit�t Paris IV und Thomas W.
Gaehtgens an der Freien Universit�t Berlin haben wichtige Forschungen zum
Thema initiiert.[10] Der Geschmackswandel im Zeitalter der Aufkl�rung wurde
vor allem seit den 1960er Jahren durch Remy Saiselin untersucht.[11]
Kunstmarkt und -handel sind seit den 1990er Jahren wieder st�rker erforscht
worden: Patrick Michel der Universit�t Bordeaux hat f�r das kommende Jahr die
Publikation seiner Habilitationsschrift zum Pariser Kunstmarkt in der zweiten
H�lfte angek�ndigt, und Guillaume Glorieux hat seine Dissertation �ber den
H�ndler Gersaint letztes Jahr publiziert.
Katja B�guin ver�ffentlichte ihre Forschungen zu den Cond� vor
vier Jahren, eine genaue Untersuchung der Cond� als Sammler im achtzehnten
Jahrhundert steht bis heute jedoch noch aus. Eine Ausstellung im Mus�e
Carnavalet 1988 �ber den Palais Royal stellte den damaligen Stand der
Forschung zu den Herz�gen von Orl�ans als Sammler vor. Fran�oise Mardrus
schreibt ihre Dissertation �ber die Sammlung des Regenten. Bis in die 1990er
Jahre hinein galt das Interesse der historischen Forschung an den Bourbon
Conti vor allem dem frondeur Armand, dem Grand Conti und der
parlamentarischen Opposition.[12] Neben ersten vereinzelten Ans�tzen seit den
sechziger Jahren,[13] ist es vor allem angels�chsischen Historikern zu
verdanken, da� sich das Spektrum auch auf Louis-Fran�ois de Bourbon
ausweitete.[14] Die Aktivit�t des Prinzen als Sammler ist � neben der
kommentierten Herausgabe des zweiten Verkaufskatalogs von 1779 im Jahre 1919
durch Emile Dac ier � in drei m�moires de maitrise in den 1990er Jahren zum
Teil analysiert worden und in der Ausstellung in Isle -Adam im Jahr 2000 der
�ffentlichkeit pr�sentiert worden.[15]
Aufbauend auf eine bei Herrn Prof. Dr. Thomas W. Gaehtgens an der
Freien Universit�t Berlin geschriebene Magisterarbeit,16 hat sich das
Promotionsvorhaben zum Ziel genommen, die L�cken in der Forschung �ber den
Prinzen als Sammler zu schlie�en. Zum ersten Mal werden die Sammlungen
systematisch analysiert, und ihre Bestandteile identifiziert. Die Einbettung
in ihren gesellschaftlichen und historischen Kontext vollzieht sich unter
Ber�cksichtigung politischer und st�dtebaulicher Aspekte. Vor dem Hintergrund
der Konflikte zwischen Prinzen von Gebl�t, Parlamenten und K�nig wird di e
Aktivit�t Louis-Fran�ois de Bourbons als Sammler untersucht und Fragen nach
der franz�sischen Elitenkultur am Vorabend der Franz�sischen Revolution
untersucht. Im Unterschied zur bisherigen franz�sischen Forschung zum Thema
wird die Interdependenz von politischen, sozialen, wirtschaftlichen und
kunsthistorischen Aspekten ber�cksichtigt.


Fr�d�ric Bu�mann
Berlin, den 30. Mai 2003



Anmerkungen:

[1] Der w�hrend der franz�sischen Revolution s�kularisierte Distrikt verf�llt
zum Ende des 18. Jahrhunderts immer mehr. Die Planungen Hausmanns zerst�ren
die alten Anlagen Mitte des neunzehnten Jahrhunderts endg�ltig, so da� heute
vom alten Temple nichts mehr �brig geblieben ist. Heute steht das Rathaus des
III. Arrondissements auf dem Gel�nde des Palastes.
[2] Unter dieser Adresse werden die Verkaufskataloge 1777 und 1779 unter der
Hinzunahme aller relevanten Informationen ebenfalls zu durchsuchen sein. Die
Ausgabe der Suchanfragen kann wahlweise als reiner Text, als HTML- oder als
PDF-Dokument samt ausf�hrlichem Index f�r optimale Drucksqualit�t geschehen.
[3] Einen ersten �berblick �ber die b�cherf�llende Bibliographie der
historischen Forschung zum ausgehenden Ancien R�gime und zur Franz�sischen
Revolution gibt u.a. Bailey Stone. The genesis of the French Revolution,
Cambridge University Press 1994, S. 249-260.
[4] Zum Beispiel die Arbeiten Robert Darntons, Clifford Geertz', Peter Burkes
und Lynn Hunts, siehe auch die Arbeiten Michel Foucaults, Pierre Bourdieus,
Daniel Roches und Carlo Ginzburgs. F�r einen �berblick der verschiedenen
historischen Str�mungen und einen aktuellen Forschungsstand siehe Joa chim
Eibach und G�nther Lottes (Hrsg.). Kompass der Geschichtswissenschaften,
G�ttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2002 (= UTB f�r Wissenscaft, Bd. 2271).
[5] Zum Beispiel Fran�ois Furet und Mona Ouzuf.
[6] Siehe die Untersuchungen u.a. von Monique Gottret, Fran�oise
Hildesheimer, Dale van Kley, Catherine Laurence Maire und Marie-Jos� Michel.
[7] Siehe unter anderem die Arbeiten John Rogisters, Bailey Stones und Julian
Swanns.
[8] Siehe die Arbeiten von Charles Blanc, Cl�ment de Ris, Louis Courajod,
Alphonse Maze-Sencier, und Edmond Bonnaffe.
[9] Die Geschichtsschreibung der Kuriosit�tenkabinette und Wunderkammern kann
auf eine l�ngere Tradition zur�ckblicken. In den neunziger Jahren gewinnt die
Museologie in einem Bogen von den Wunderkammern �ber die Privatsammlungen zum
�ffentlichen Museum an integrativen Forschungsinteresse (siehe u.a. Christoph
Becker, Per Bjurstr�m, Andreas Grote, Klaus Minges und Andrew McClellan). F�r
die Geschichte der collections particuli�res siehe u.a. im Anhang die
Arbeiten von Antoine Schnapper (f�r das siebzehnte Jahrhundert ), Krzysztof
Pomians herausragenden Untersuchungen und Colin Bailey, der aufbauend auf
seine unver�ffentlichte Dissertation �ber Sammler des ausgehenden Ancien
R�gime (Aspects of the Patronage and Collecting of French Painting at the End
of the Ancien R�gime, Universit�t Oxford 1985) als ein in der Forschung nicht
unumstrittenes Buch (Patriotic Taste, 2002) publiziert hat. Siehe ebenfalls
die Arbeiten von Sophie Jugie, Marianne Roland Michel, Jacqueline Labb�,
Lise Bicart-S�e, H�l�ne Meyer und Barbara Scott.
[10] Neben der Betreuung von Magisterarbeiten und Dissertationen zum Thema an
der Freien Universit�t Berlin, konnte Herr Gaehtgens zuletzt am Deutschen
Forum f�r Kunstgeschichte in Paris mit dem Band L'art et les normes sociales
au XVIIIe si�cle wichtige Beitr�ge u.a. zu Geschmacks- und Sammlungfragen des
18. Jahrhunderts ver�ffentlichen. Bei Herrn Schnapper wurden in den letzten
zehn Jahren einige Dissertationen zu Sammlern und Kunstmarkt in Paris im
achtzehnten Jahrhundert geschrieben, u.a. Fabien Camus. Jean-Baptiste-Pierre
Lebrun, Dissertation Universit�t Paris IV 2000; Fabriel Denis. Comte de
Caylus et l'antiquit�, Dissertation Universit�t Paris IV; Cordelia Hattorie.
Crozat, Dissertation Universit�t Paris IV 1991.
[11] Siehe die Titel im Anhang f�r den Handel und die H�ndler u.a. Gerald
Reitlinger, Erik Duverger, Krzysztof Pomian, Nicole Wilk-Brocard und JoLynn
Edwards, f�r den Geschmackswandel w�hrend der Aufkl�rung u.a. Remy Saisselin.
Siehe vor allem auch die Aufs�tze Patrick Michels.
[12] Cf. Titel im Anhang u.a. von Jean Egret, Dale van Kley, Bailey Stone,
Julian Swann und John Woodbridge; cf. auch f�r die Geschichte der Conti in
Isle-Adam Ren�e Le Bacon.
[13] Cf. Titel im Anhang von Christiane Engel und Fran�ois-Charles Mougel.
[14] Cf. Titel im Anhang von Dale van Kley und John Woodbridge. Bernard
Lefort schrieb 1993 bereits die oben genannte Magisterarbeit an der
Universt�t Lille III in Geschichte �ber das Leben Contis, Christophe Giquelay
1996 an der Universit�t Paris X Nanterre �ber die politisch-kulturellen
Implikationen des Handelns und Werdegangs Contis als Prinz von Gebl�t.
[15] Cf. Titel im Anhang von Emile Dacier (1919 bzw. 1993),
Austellungskatalog Isle -Adam 2000 und die beiden Magisterarbeiten unter der
Betreuung von Antoine Schnapper an der Sorbonne von Fr�d�ric Fournis und
Fr�d�ric Dassas, die aber ebenfalls nicht ver�ffentlicht sind und die
Kunstsammlung explizit nicht behandeln. Insofern will die vorliegende Arbeit
versuchen, diese L�cke zu schlie�en.
[16] Fr�d�ric Bu�mann. Les collection du Temple, unver�ff. Magisterarbeit,
Freie Universit�t Berlin 2002.


Frontispiz des Verkaufskataloges 1777, Berlin, Kunstbibliothek.
Abbildung auf der Titelseite: Anne Vallayer-Coster, Panaches de Mer, lithophytes et coquilles, 1775,
130x97cm, �l auf Leinwand, Paris, Mus�e du Louvre, Inv. Fr. 1992-410.



Gliederung

Einleitung
Gegenstand der Dissertation � Fragestellung � Forschungsstand

1. Prince de Conti (1717-1776)
1.1. Ein Prince du sang auf dem Weg zum Prince frondeur (1717-1756)
1.1.1. Die Familienzweige der Bourbonen: Die Prinzen von Conti
Exkurs: Rolle der Prinzen von Gebl�t im absolutistischen Staat und aristokratische Ideologie
1.1.2. Der Secret du Roi und Contis Ambitionen auf den polnischen Thron
1.1.3. Die Umkehrung der Allianzen und der Bruch mit dem K�nig
1.2. Der Prince frondeur (1756-1776) und die APO des Ancien R�gime
Exkurs: Jansenismus und Aufkl�rung
1.2.1. Parlament und Prinz von Gebl�t
1.2.2. Der Temple als ein Zentrum der jansenistischen Opposition zum K�nig
1.2.3. Der R�volution de Maupeou und Conti als �Besch�tzer Themis'�
1.2.4. Contis Rolle w�hrend der Brotunruhen, sein Widerstand gegen Turgot

2. Der Temple
Exkurs: Der Enclos du Temple � historischer Hintergrund und Privilegien
2.1. Das Leben im Temple im Ancien r�gime
2.1.1. Der Orden und Conti als Bauspekulanten
2.1.2. Die Gemeinde des Temple
2.1.3. Das Orchester Contis, Musik und Theater im Temple
2.2. Die Soci�t� du Temple. Epikureer in der �Hauptstadt der Gelehrtenrepublik�
2.2.1. Salons in Paris in der zweiten H�lfte achtzehntes Jahrhundert
2.2.2. Madame de Boufflers, �la Minerve savante�
2.2.2.1. Ihre Rolle in der Gesellschaft des Temple
2.2.2.2. Anglophilie im ausgehenden Ancien R�gime
Exkurs: Abh�ngigkeitsverh�ltnisse in der franz�sischen Gesellschaft des ausgehenden Ancien
R�gime � Klientelverh�ltnisse
2.2.3. Die Cours du Temple
2.2.4. Beaumarchais, Rousseau und Conti: �Hommes de lettres� und ,,hommes de qualit�"

3. Die Sammlungen
3.1. Die H�tels und Schl�sser der Conti
3.1.1. Die Schl�sser der Conti in Isle-Adam, Issy, Stors und Choissy
3.1.2. Die H�tels Conti in Paris und Versailles
3.1.3. Der Palais du Grand Prieur im Temple
3.2. Sammlungsgenese
3.2.1. Die Conti als Sammler (Besitz in der Familie)
3.2.2. Aufbau der Sammlung im Temple
3.2.3. Die H�ndler Contis und die Finanzierung der Sammlung
Exkurs:
H�ndler & Experten
3.2.4. Finanzierung der Sammlung durch Leibrenten
3.2.5. Provenienz und Sammlungsverk�ufe
3.2.6. Auftr�ge an K�nstler
Exkurs: Sammlungssystematiken und Geschmack im 17. und 18. Jahrhundert
3.3. Zusammensetzung der Sammlungen
3.3.1. Die Bibliothek
3.3.2. Die Gem�lde
3.4.3. Die Zeichnungen
3.3.4. Die Skulpturen
3.3.5. Die Medaillen, das Porzellan, die naturwissenschaftlichen Objekte und die
Musikinstrumente


Die Sammlungen des Louis-Fran�ois de Bourbon Conti, Expos� von Fr�d�ric Bu�mann 14


3.4. Pr�sentation der Sammlungen
3.4.1. Raumaufteilung und H�ngung
3.4.2. Zug�nglichkeit und Rezeption
3.5. Aufl�sung der Sammlung
Exkurs: Sammlungs- und Verkaufskataloge im 18. Jahrhundert
3.5.1. Katalog 1777
3.5.2. Verkauf 1777 und 1779

4. Die Prince du Sang als Sammler. Ein Vergleich
Exkurs: Elitenkultur und Geschmack im ausgehenden Ancien Regime
4.1. Der Duc d'Orl�ans im Palais Royal
4.2. Der Prince de Cond� in Chantilly

Conclusio




Auswahl Archivbest�nde

Eine ausf�hrliche Liste der zu konsultierenden Archivalien kann bei Bedarf nachgereicht werden. Die
wichtigsten Archivbest�nde befinden sich in Paris in:



Archives Nationales: Die Serien R3 Papiers des Princes. Maison de Conti, K IV Monuments historiques. Princes du

sang, X1A Parlement civil. Registres (hier v.a. X1A 9178. Proc�s verbal d'apposition des scell�s apr�s d�c�s de

Louis-Fran�ois de Bourbon Prince de Conty. Prince du Sang. Commenc� le 3 Aout 1776, 46 Bl�tter und
X1A 9179. Inventaire fait apr�s le d�c�s de S.A.S. Mgr. Le Prince de Conty. Commenc� 4 Septembre 1776),

H2 Bureau de la Ville de Paris. Intendance et G�n�ralit� de Paris, M Odres militaires et hospitaliers, S Biens
des �tablissements r�ligieux supprim�s, T Papiers priv�s tomb�s dans le domaine public, Z2 Juridictions

ordinaires und die Akten aus der Minuterie centrale.
Biblioth�que Nationale: D�partement des Manuscrits occidentaux u.a. Naf. 5013. Recueil de documents relatifs �

la vente apr�s d�c�s du Prince de Conti 1776. Exp�dition du Proc�s verbal de vente de tableaux & autres
objets Int�ressant. Pour S.A.S. Monseigneur le Prince de Conti. 15 mars 1779 et jours suivants, Naf. 36, 37

und 38. Recueil des d�lib�rations de la cour des Pairs form�es en pr�sence et par le concours de suffrage de son
Altesse S�r�nissime Monseigneur le Prince de Conty, F 14.845. Catalogue of the Orl�ans Collection;

D�partement des Estampes et de la photographie u.a. Va 243, H026811 � 026951, Verkaufskataloge
Conti 1777 (Lugt-Nr. 2671) Yd 126a r�s 8o, Yd 126b 8o, Yd 2104 ln-8o, Yd 5276, Verkaufskataloge

Conti 1777 (Lugt-Nr. 2975) Yd 2104 ln-8o, Yb 3236 4o, Tolbiac: V 35295 8o.
Archives d�partementales des Yvelines et de l'ancien d�partement de Seine-et-Oise: Serie A.

Biblioth�que du Port-Royal: Fond Le Paige (u.a. LP 558, fol. 83 und fol 85, LP 578, fol. 1-11, LP 753, fol . 53,
fol. 75 und 76).
111
Biblioth�que Mazarine: 10918 . Le Temple, ode � S.A.S. Monseigneur le prince de Conti.
Biblioth�que Historique de la Ville de Paris: C.P. 4584 bis 4602. Comptes rendus par Dubos & Comptes rendus

par Manscourt puis par ses successeurs pour le r�glement de la succession du Prince.






Die Sammlungen des Louis-Fran�ois de Bourbon Conti, Expos� von Fr�d�ric Bu�mann 17


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trois �coles; Bronzes, Marbres terres-cuites, et autres Bourbon Conti, L'Isle-Adam: Somogy Edition d'Art
objets pr�cieux, 15.3.1779 H�tel Aligre, Paris 1779. 2000, Austellungskatalog Mus�e d'Art et d'Histoire
Inv. BN, D�partement des Estampes et de la Louis-Senlecq, L'Isle-Adam.
Photographie, Yd 2104 In-8o und BN, Tolbiac, V
35295 8o, Biblioth�que d'Art et d'Arch�ologie Kley, Dale van. �The Prince de Conty versus Mme de
Doucet, Paris, VP 1779/15; Reprint: Yb 3236 4o, Bd. Pompadour and the political crisis of 1756-7 in
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014504, ca. 860 Seiten mit Ill.); BN D�p. est. Yd 126
8o; BN D�p. est. Yd 126 a.r�s 8o, ohne Illustrationen, Blondel d'Azincourt, Barth�l�my Augustin. La
aber mit Bemerkungen (von Saint-Aubin), premi�re id�e de la curiosit�, o� l'on trouve
Preisangaben und Korrekturen der gedruckten l'arrangement, la composition d'un cabinet, les noms des
Ausgabe (ca. 440 Seiten); BN D�p. est. Yd 126 b 8o, meilleurs peintres flamands et leur genre de travail, Paris
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Marbres, Bronzes etc.�, mit Eintr�gen �ber die K�ufer befindet sich heute in der Bibliothek des Instituts
und die Preise, vor dem Kauf durch Conti und beim d'Art et d'Arch�ologie, Biblioth�que Doucet,
Verkauf 1777; Biblioth�que d'Art et d'Arch�ologie Universit� Paris IV, cote MS34, fols. 1-12; teilweise
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